14.08.2007 15:31 Uhr -
Lee (Jackie Chan) und Carter (Chris Tucker) ermitteln zum dritten Mal gegen die China-Mafia. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Chaos-Cops sind wieder auf Achse - und Paris muss es büßen. Nachdem auf den chinesisches Botschafter Han - ein Freund von Chefermittler Lee (Jackie Chan) - bei einem Treffen führender Köpfe gegen das Organisierte Verbrechen ein Attentat verübt wurde, tun sich Lee und sein flippiger schwarzer Partner Carter (Chris Tucker), zeitweise zu Streifendienst verdonnert, erneut zusammen. Ihr Ziel: den Täter, ein Anhänger der chinesischen Verbrecherorganisation der Triaden, aufspüren und zur Strecke bringen, so wie sie es Hans Tochter versprochen haben.
Das Brisante daran: Lee kennt den Mann, der den Anschlag beging - ein Killer namens Kenji (Hiroyuki Sanada,
Sunshine) - nur zu gut. Ihre Spur führt die beiden Cops in die französische Hauptstadt, wo sie zusammen mit dem erst abschätzigen, dann eilfertigen französischen Taxifahrer George sofort in gefährliche Schlägereine, Schießereien und Autoverfolgungsjagden verstrickt werden. Als der französische Gesandte Reynard (Max von Sydow) Lee und Carter einen Hinweis auf eine geheimnisvolle Frau gibt, die als Tänzerin in einem Variete auftritt und den Schlüssel zu einer Liste führender Triaden zu haben scheint, führt sie der Weg bis zum großen Finale auf dem Eifelturm.
So viel zu einer Handlung, die wie gewohnt nur als Mittel zum Zweck für eine Aneinanderreihung von Gags und zahlreicher Martial-Arts-Stunts dient. In altbewährter Manier quasseln und strampeln sich Chris Tucker und Jackie Chan durch fast 90 Minuten Action, Witz und Tempo und sorgen dabei dafür, dass einem der Abend nicht lang wird. Denn auch, wenn manch einer den dritten Teil eher als überflüssige Fortsetzung eines gelungenen ersten und eines schwachen zweiten Teils betrachten mag, gelingt es
Rush Hour 3 dennoch, gut zu unterhalten. Chris Tuckers Sprüche sitzen dabei ebenso wie Jackie Chans Stunts, die der inzwischen 53-Jährige zu großen Teilen noch immer selber macht.
Running Gags und OuttakesHinzu kommen das originelle Geplänkel mit Taxifahrer George über amerikanisch-französische Vorurteile, ein Roman Polanski mit einem coolen Kurzauftritt als lässiger Flic sowie ein (leider schon im Trailer zu sehen gewesener) Running Gag in einer Martial-Arts-Kampfschule, der auf der kultklassiker-Nummer "Who's on First?" des Komikerduos Abbott und Costello aus dem Jahr 1940 basiert. Und wenn dann im Abspann noch die gewohnt witzigen Outtakes zu Lachattacken reizen, nimmt man nachträglich gerne in Kauf, dass die Story dünn und einige Szenen recht konstruiert wirkten. Die Buddykomödie hat ihre Schuldigkeit getan.