24.07.2007 14:09 Uhr -
Homer hat es wieder einmal geschafft und tatsächlich ganz Springfield gegen sich aufgebracht.
The Simpsons TM and © 2007 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Nach 18 Staffeln, 400 Episoden, 23 Emmy Awards und der Feststellung des Time Magazines, dass Die Simpsons "die beste TV-Show des 20. Jahrhunderts ist", hat das Warten jetzt ein Ende: Der Kultcartoon um die Gelblinge aus Springfield kommt endlich auf die Kinoleinwand. Bis zur letzten Sekunde wurde am Film gewerkelt; bis zur Premiere war die Handlung so geheim wie das Ende des letzten
Harry-Potter-Bandes. Um die Spannung direkt aufzulösen: Der
Simpsons-Film ist richtig gut! Nicht nur eingefleischte Fans, sondern auch Nicht-Kenner der Serie kommen hier auf ihre Kosten. Denn trotz zahlreicher Insider-Gags und Gastauftritten von beliebten Nebenfiguren präsentiert sich der Film doch als eigenständiges Werk, das man problemlos ohne Vorkenntnisse versteht.
Die ersten 15 Filmminuten führen sozusagen in den Kosmos der gelben Comichelden ein, wobei man die Familie Simpson so intim wie nie zuvor erlebt. So fühlt sich etwa Bart (Ja, sein Schniedel ist im Film zu sehen!) von Papa Homer arg vernachlässigt und flüchtet sich deshalb in die Arme des über-religiösen Nachbarn Mr. Flanders. Die ewig missverstandene Lisa hingegen darf ihre erste kleine Romanze erleben. Und Mama Marge philosophiert darüber, warum sie ihren Homer so sehr liebt.
Homer selbst schließt zarte Bande mit einem herrenlosen Schwein - was ihm jedoch Riesenärger einbringt. Denn der unverbesserliche Faulpelz schüttet die Fäkalien seines Haustiers ausgerechnet in den Springfield Lake. Dabei wurde der braune Tümpel wegen Vergiftungsgefahr gesperrt! Als wegen Homers unbedachter Müllentsorgung plötzlich mutierte Wesen aus dem See krabbeln, befiehlt US-Präsident Schwarzenegger (!), eine Glasglocke über die Stadt Springfield zu stülpen. Entrüstet über diese Maßnahme, machen die Bewohner Springfields Jagd auf jenen Mann, der ihnen diese Suppe eingebrockt hat: Obertrottel Homer!
An dieser Stelle weitere Details der Handlung zu verraten, würde den Spaß verderben. Der Film ist voll von kuriosen Details und inhaltlichen Überraschungen. Besonders lobenswert ist aber: Die Simpsons-Macher haben es tatsächlich geschafft, die Essenz der Serie aufs Breitwandformat zu übertragen und gleichzeitig die epischen Möglichkeiten des Kinos zu nutzen. So wirkt der Film zu keiner Sekunde einfach nur wie eine aufgeblasene TV-Episode, sondern bietet eine richtig runde Story mit großartigen Gags.