Bitte ändern Sie baldmöglichst Ihr Passwort
Login: Passwort:  Anmelden  Passwort

Pans Labyrinth

Action:
Humor:
Spannung:
Erotik:
Anspruch:
Film-Wertung:

Filmkritik
04.07.2007 12:39 Uhr -
Ist Pan (D. Jones) tatsächlich vertrauenswürdig oder schwebt Ofélia (I. Baquero) in Gefahr? [Quelle: siehe Bildergalerie]
Spanien, 1944: Nach dem Bürgerkrieg hat das Franco-Regime die Herrschaft übernommen. Die kleine Ofélia (Ivana Vaquero) ist mit ihrer hochschwangeren Mutter auf dem Weg zu ihrem neuen Stiefvater: General Vidal (Sergi López) lebt mit seiner Truppe in den Bergwäldern und macht dort Jagd auf die letzten republikanischen Rebellen. Um seine Frau und Ofélia schert sich der Sadist nicht. Er hat sie lediglich herbeordert, weil sein zukünftiger Sohn bei ihm aufwachsen soll.
Kein Wunder, dass sich Ofélia bald aus der harschen Realität in eine andere Welt flüchtet: In einem mysteriösen Labyrinth in der Nähe von Vidals Haus trifft sie auf die bockige Märchenfigur Pan, der ihr offenbart, sie sei in Wahrheit die Prinzessin eines unterirdischen Königreichs. Um ihren Platz in der Unterwelt wieder einzunehmen, muss sie ihren Ängsten und schaurigen Schreckensfiguren entgegentreten - während der monströse Vidal mit Eiseskälte seine Umgebung terrorisiert.

Wem all das zu sehr nach Märchenkram klingt, der sollte aufhorchen. Hinter der wahrhaft fantastischen Geschichte steckt Hellboy-Regisseur Guillermo del Toro, der hier auf den Spuren seines Bürgerkriegs-Geisterdramas The Devil's Backbone wandelt. Der Mexikaner sucht und verbindet die Extreme: Der realen faschistischen Gnadenlosigkeit stehen die fantasievollen Abenteuer eines kleinen, in Märchen vernarrten Mädchens gegenüber.
Was nach einem Spagat klingt, gerät bei del Toro zur perfekten Symbiose - und das mit einer letztlich erstaunlichen Leichtigkeit. Egal, wie blutrünstig Vidal seine Gegner massakriert (was del Toro immer wieder erschreckend genau zeigt), egal wie eklig oder furchterregend die Kreaturen sind, auf die Ofélia trifft - hinter jeder Szene des Films steckt eine verträumte und tief berührende Menschlichkeit. Inspiriert von Goyas Gemälden, hat del Toro fantastische Bilderwelten komponiert, die einen - nicht zuletzt in Verbindung mit dem sphärischen Soundtrack - sofort in ihren Bann ziehen. Dass man sich am Ende trotz aller Grausamkeiten ein wenig an Alice im Wunderland erinnert fühlt, macht vielleicht am besten deutlich, wie mitreißend Guillermo del Toro sein gnadenlos sehenswertes Kleinod inszeniert hat.

(Thomas Raab)

Bislang wurde dieser Beitrag noch nicht bewertet. 
Kommentieren Sie diesen Artikel! (bisher 0 Kommentare)
Suche  Suchen
Links zum Thema
Pans Labyrinth: Video-Review, DVD-Test und Special online!
Regisseur Guillermo del Toro im Gespräch
Der exklusive DVD-Test der Deluxe Edition
Fantasy-Meisterwerk von Regisseur Guillermo Del Toro
 
Anzeige
Links zu Medien
Trailer
Bildergalerie
Filmkritik
DVD
Blu-ray
Pans Labyrinth
Mexico, Spain, United States of America
2006
Drama, Fantasy, Thriller
El Laberinto del Fauno
Kinostart: 22.02.2007
ca. 119 Minuten
Senator Entertainment AG
ab 16 Jahren
Preisvergleich
Finden Sie jetzt die besten Heimkino-Schnäppchen:
DVD-Filme
Blu-ray-Filme
Fernseher
Video-Projektoren
DVD-Receiver
Blu-ray-Player
DVD-Player
Boxen/Soundsysteme
Home-Video-Zubehör
 
Copyright © 2012 Computec Media AG  Impressum    Presse    AGB    Datenschutz    Mediadaten