04.06.2007 15:28 Uhr -
Die "Dreams" steigen zu Superstars auf. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Schon nach den ersten Takten des Vorspanns ist klar: Dieser Streifen sprüht über vor Soul und mitreißender Musik. Wer also einer meist gesungenen Handlung, wie man sie aus Bühnenmusicals mag und zudem auf den typischen R'n'B der Sechzigerjahre steht, sollte viel Spaß mit den Dreamgirls haben.
Zum Beat der Sixties entführt die Film-Operette, die bei den diesjährigen Oscarverleihungen zweimal bedacht wurde (Beste Nebendarstellerin, Bester Ton), in die Ära der schwingenden Cocktailkleider und swingenden Goldkehlchen. Als die drei Sangestalente Deena, Effie und Lorrell vom ehrgeizigen Manager Curtis entdeckt werden, glauben sie sich am Ziel ihrer Träume.
Zunächst treten sie noch als Backgroundsängerinnen für James Early (Eddie Murphy in einer seiner besten Rollen) auf. Doch Curtis, der eigentlich Autoverkäufer ist, hat große Pläne. Er macht aus dem Trio einen eigenständigen Act, tauscht dafür aber die Lead-Sängerin aus: Nicht mehr die stimmgewaltige und füllige Effie, sondern die überaus hübsche und ebenfalls stimmlich begnadete Deena steht ab sofort am Mikrofon von The Dreams und führt sie an die Spitze der Charts. Intrigen, Neid und Liebeleien stellen die Band jedoch schon bald auf eine harte Probe, über die insbesondere Effie stolpert.
Neben virtuoser Stimmgewalt, glitzernden Kostüme, knallbunten Kulissen und einer perfekten Inszenierung hat Dreamgirls zwar eine recht einfach gestrickte Story zu bieten, aber die grandiosen Songs tun ein Übriges, um den Streifen im Heimkino glänzen zu lassen.